was für ein abgang

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es war zwar nicht so originell wie das hier aber trotzdem: aus der traum vom geld. ja ich lest richtig. wir haben gekündigt. ihr fragt euch jetzt sicher warum? ok wo fange ich an. ach ja am besten am anfang.
es war einfach zu schön um war zu sein. man sieht eine anzeige in den stellenanzeigen, darin hieß es das man flexible arbeitszeiten hat, 5 euro pro stunde verdient und eine einfache telefonische arbeit verrichten soll.
die realität sah dann doch ein wenig anders aus. wir wurden nach und nach unter indirekten druck gesetzt. man sollte eine gewisse anzahl an “positiven fragebögen” bringen. ein postiver fragebogen ist ein fragebogen bei dem die frage, ob man wieder anrufen darf, positiv beantwortet wurde.  es gab leute die auf diese frage mit ja antworteten aber das waren wesentlich weniger menschen als verlangte wurde.

aber damit konnten wir noch einigermaßen leben. der tropfen der das fass zum überlaufen brachte war ein entscheidender tropfen. am ersten arbeitstag wurde uns noch gesagt das wir die angerufen personen darauf hinweisen sollten das wir  das gespräch aufzeichnen und sie zu dem fragen ob sie damit einverstanden sind. am zweiten tag hieß es dann auf einmal: ” da gestrige tests ergeben haben das ziemlich viele leute die aufzeichnung ablehnen,  erwähnt ihr einfach nur kurz das ihr das gespräch aufnehmt und gut ist.”.  auf meine frage hin ob das nicht gegen das BDSG verstößt, welches mir noch ein wenig aus der ausbildung in erinnerung war, gab man mir die antwort: “das ist mit oben abgesprochen und es ist nicht verboten.”. das wiederum war mir ziemlich suspekt worauf hin anne und meine wenigkeit unser zeug geschnappt haben und auf und davon sind.

ja so kam es zu unserer kündigung und zu unserem eher glanzlosen abgang. unsere gewissen sind auf jeden fall wieder beruhigt.

das fazit des ganzen?  vielen dieser call center sind die daten und die bestimmungen zum schutze dieser völlig egal. mitarbeiter dieser call center werden indirekt unter druck gesetzt. ich bzw wir sind froh dort nicht mehr arbeiten zu müssen.

gepostet von chris am 9. Juli 2009 um 20:53

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  1. werbespott

    9 Jul 09 um 21:16


    // alles richtig gemacht

    Ich hab auch ne ganze Zeit im Callcenter gearbeitet. Zu meinem Glück waren es “nur” Umfragen zum Telefonbuch. Kein Scherz. Aber als ich dann umgezogen bin, hab ich mich nach nem neuen Job umgesehen. “Warum nicht wieder Callcenter” dachte ich mir. Aber Lose übers Telefon zu verkaufen war dann doch zu hart, dann lieber doch Kellnern.

    Ich schweife ab, Sorry ;)

  2. Karl

    10 Jul 09 um 07:51


    Sehr gute Entscheidung! Genau richtig gemacht.
    Nach Meinung der Geschäftsleitungen sind alle Maßnahmen legitim. Grad deswegen gibt’s ja BDSG und Ordnungshüter. ;)

  3. Fassbinder

    30 Jul 09 um 11:51


  4. [...] 30, 2009 von chris der kollege fassbinder hat seinen kurzen arbeitseinsatz für das hier beschriebene callcenter zusammen [...]

  5. irodeschi

    30 Jul 09 um 13:02


    Es geht nicht in jedem Call Center so zu. Es gibt einfach seriöse und nicht seriöse Unternehmen, wie in vielen weiteren Branchen auch. Im Bankwesen zum Beispiel achtet man extrem genau auf die Einhaltung des Bankgeheimnisses etc. und Verstöße werden mit Kündigung geahndet. In diesem Fall halte ich euer Vorgehen für absolut legitim und richtig. Kompliment dafür, denn man sollte schon Konsequenzen ziehen, wenn man moralisch nicht mehr vertreten kann, was man tut ;-)


  6. [...] durch die Erfahrungen einiger Mitstreiter und den Artikel von den Kleinstadtgedanklern hier nun auch mein Erfahrungsbericht von der Arbeit in einem Callcenter in [...]


  7. [...] By jfassbinder Inspiriert durch die Erfahrungen einiger Mitstreiter und den Artikel von den Kleinstadtgedanklern hier nun auch mein Erfahrungsbericht von der Arbeit in einem Callcenter in [...]

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