Hört, hört! Petrus war uns heute hold und ließ die Sonne vorsichtig im Leerlauf drehen!
Die daraus folgenden 8°C Außentemperatur und bestimmt ein oder zwei körperinterne, biochemische, durch Sonnenlicht ausgelöste Gutelaunevorgänge spornten mich dann zur ersten Radltour des neuen Jahres an. Also rauf auf mein leichtmetallenes Schlachtross mit komfortabler Vollfederung, die Nachbarin zum gemeinsamen Ausflug motiviert und schon ging die wilde Fahrt los. Erstaunlicherweise entdeckt man durch eine neue Begleitperson auch nach fast 3 Jahren neue Schleichwege in der direkten Nachbarschaft und hat ganz nebenbei auch noch reichlich Gesprächsstoff um sich das gemütliche herumtingeln zu versüßen.
Nachdem uns unsere Ausfahrt durch das echte Paradies und wieder zurück nach Hause ordentlich geschlaucht hatte, gönnten wir uns nach einer kleinen Duschpause auch noch zur Belohnung einen Döner. Dazu sollte man vielleicht sagen, dass es hier einfach keinen wirklich „guten“ Döner gibt. Hauptsächlich liegt das wohl am Hähnchenfleisch, welches hier überall verwendet wird. Ich hab jedenfalls noch nie auch nur einen Kalbfleischdöner hier gesehen, was nebenbei bemerkt auch einer der Gründe für meine regelmäßige Fahrt in die Heimat mit Unterkunft im weltbekannten Hotel Mama ist.
Achja, da war doch noch was! Unsereins, seines Zeichens stolzer Lenker eines zuverlässigen Renault, steigt ja für gewöhnlich in sein Auto, drückt aufs Knöpfchen und fährt von dannen. So sollte es ja auch sein. Anders sieht das zum Beispiel bei Audi aus. Offiziell im Volksmund als zuverlässig und solide glorifiziert, zeigt sich der Ingolstädter in der Thüringer Hochburg für Bildung und faule Studenten als eher demotivierte Blechkiste. Da nützen selbst die noble Auspuffanlage, der Hubraumstarke Benzineinspritzer mit Chiptuning und erst recht die dicke Soundanlage nichts, wenn der Gute gerademal genug Saft auf der Pumpe hat um 2 Kontrolllämpchen im Armaturenbrett zum glimmen zu bringen. In so einem Fall ist es dann nur noch wichtig einen zuverlässigen Renault in der Nachbarschaft zu haben! Unglücklicherweise war meine glänzende Ritterrüstung heute nicht verfügbar woraufhin ich nur mit eingedrecktem Metallic-Rot meinen Rettungseinsatz erledigen konnte, aber das macht ja nix. Ich bin ja eh‘ nich so für große Auftritte…
Nach 3 erfolglosen Versuchen gaben wir dann das Vorhaben auf und beschlossen die Fachleute vom ADAC mit einer neuen Batterie im Gepäck zu verständigen. Der werte A4 zeigte nämlich nur noch Vitalfunktionen, solange er mit Strom aus dem französischen Kraftwerk versorgt wurde. Und Wunder kann selbst ein Renault nicht vollbringen.
Nun denn, mit diesen Worten wird‘ ich dann mal schließen. Ich hätte zwar noch die eine oder andere Belanglosigkeit in petto, aber für mich klingt diese Einsicht einfach zu abschließend und ich möchte dir die Gelegenheit geben sie wirken zu lassen.
Also Shhh… Mach’s nicht kaputt.
Hochachtungsvoll
Karl Prall



chris
7 Feb 09 um 19:32
sehr schön…das nächste mal bitte nicht so lange wartezeiten