vor etwa vier monaten zog anne nach dresden. eine nette einraumwohnung in einem wohnblock mit 18 mietparteien nennt/nennen sie/wir nun ihr/unser zuhause. wer sich fragt warum ich mir das so kompliziert mache mit den schrägstrichen und so dem sei gesagt, eigentlich ist es ihre wohnung aber ich bin ja schon sowas wie ihr ehegatte und von daher nehme ich mir das recht raus auch “meine wohnung” zu sagen. egal ich schweife ab. Es ist der erste stock den wir bevölkern umgeben von netten nachbarn. unter dem ersten stock ist die pattere und unser eigentlich problem. es trägt den namen martin f. ja arschloch ich blogge hier über dich. ansich scheint er ja ein netter typ zu sein, der ohne schlaf und gehör auskommt. mit “ohne gehör” mein ich nicht das er taub ist, obwohl das ein wunder ist bei der lautstärke mit der er sich beschallt. Wie man jetzt schon zwischen den zeilen lesen kann geht es um ein lautstärke-problem kombiniert mit einem argen zeitproblem das ganze in den mixer geworfen und tada: man hat ein riesiges problem.
schon am ersten tag an dem anne in der wohnung war, machte sie bekanntschaft mit wummernden bässen und nervigen höhen. eines tages als wir der wohnung den letzten schliff verpassten, es war gegen 15uhr, da begann unser toaster, im regal, ein auf “lowrider” zu machen. d.h es sprang auf und ab was wohl an den bässen von unten lag. ich entschied mich dem herrn ein besuch abzustatten und mich vorzustellen. gesagt- getan. ich ging also runter, klingelte und stellte mich mit den worten:” hey. unser toaster macht oben ein auf lowrider. kannst du bitte die musik leiser machen?” vor. er bejahte dies und ich ging wieder nach oben. und tatsächlich es war darauf hin leise und unser toaster beendete seinen ungewöhnlich tanz. doch das war nur der anfang.
martin machte es sich nun zur aufgabe nicht mehr nur nachmittags sondern auch nachts einraumdisko zuspielen. also ging ich jedesmal runter und erinnerte ihn daran, dass wir über ihm wohnen und es nicht so toll finden durch bässe in den schlaf gewogen zu werden. beim fünften mal dann war anne unten. und sie war weniger ruhig als ich. nicht nur, dass martin diesmal nicht persönlich an der tür war, sondern ein komisch dreinblickenden kumpel an die tür schickte, so hörte man ihn auch schon durch die tür zu diesem kumpel sagen:” das is bestimmt wieder wegen der musik”. anne also etwas aus der ruhe erwähnte, dass wenn der herr es nicht langsam auf die reihe kriegt, wir andere wege wählen werden wenn er nicht ruhe gibt. und er gab keine ruhe. nein er fing nun auch an, in der woche disko zu spielen.
somit sah ich mich veranlasst mal bei der hausverwaltung anzurufen und mal nach zufragen was wir so gegen dieses lautet arschloch diesen herrn machen können. mir wurde mitgeteilt, dass es ein sogenanntes “störformular” gibt in welches wir alle vorfälle eintragen sollen und das ganze soll dann wieder zurückgeschickt werden. und da die hausverwaltung auch schon up to date ist wurde mir dieses formular noch am selben tag als exceldatei per mail geschickt. wir haben nun also ein monat lang alle vorfälle protokolliert und dass ganze mit der elektronischen post zurück geschickt. natürlich gab der herr unter uns noch immer keine ruhe. ich muss dazu sagen anne leidet mehr unter ihm als ich, was wohl daran liegt sie muss es die ganze woche ertragen und hatte wegen diesem kerl auch schon verschlafen. es ist verständlich das man sein schlaf will. und wenn dann dieses wesen keine ruhe gibt, dann nimmt man halt oropax. und mit diesen in den ohren überhört man schnell den wecker. aber das nur am rande der geschichte.
also rief ich nochmal bei der verwaltung an und erkundigte mich was den nun so phase ist und ob unser störformular schon bearbeitet wurde. die nette dame am anderen ende der leitung teilte mir mit, dass herr f. bis zum 24ten diesen monats die wohnung zuverlassen habe, sprich es wurde ihm die fristlose kündigung ausgesprochen. sollte dies nicht passieren wird gegen ihn eine räumungsklage eingeleitet und soweiter und so fort. sie legt mir noch ans herz um das ganze zu beschleunigen, das nächste mal die polizei zu rufen. anscheint strebt martin die räumungsklage an den er wohnt immer noch unter uns und straperziert unsere und hauptsächlich anne’s nerven weiter mit lauter musik.
gestern nacht hat es uns nun gereicht. es war gegen dreivietel eins als er wieder aufdrehte. wir waren gerade am einschlafen als er erst laut drehte, dann wieder leise drehte um dann wieder laut zu machen um dannach wieder leise zu werden. dies wiederholte sich alle paar minuten wieder. anscheint ist das seine neue art uns zu terrorisieren. ich rief also, wie uns empfohlen wurde, die polizei an. nach etwa 30 minuten war in der wohnung unter uns wieder ruhe. diese blieb da auch. aber von der polizei fehlte jede spur. etwa eine dreiviertel stunde nach dem anruf entschieden wir uns weiter zuschlafen denn mittlerweile war ja ruhe. wenn man es genau nimmt warten wir immer noch auf das eintreffen unseres freund und helfers oder auf ein zeichen von ihm wie eine sms:” sorry finden eure hausnummer nicht aber solange keiner ermordet wurde ist das ja halbsowild. machts gut”. nein noch nicht mal sowas.
das bestärkt nur wieder meine abneigung, die ich gegen diesen “trachtenverein” hab. auf jeden fall sind anne und ich gespannt wann endlich ruhe einkehren wird.
ich denke es wird noch bis zu unserem auszug dauern.


ohne rechner natürlich



